Liebe Leser

Hier ist er nun, der Powerletter Februar 2003. Wenn Sie den Powerletter interessant finden, so schicken Sie ihn doch einfach per E-mail an Freunde weiter. Unter www.poehm.com kann sich jeder Interessierte eintragen.

Sie finden 5 Artikel:

1.  Mitarbeiterlob: Wenn ich nichts sage, war´s gut

2.  Umgang mit Komplimenten

3.  Das Göttliche in Ihnen

4.  Der regelmässige Angriff

5.  Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

1) Mitarbeiterlob: Wenn ich nichts sage, war´s gut

In einer breit angelegten Umfrage wurde abgefragt, was für die Mitarbeiter die grössten Motivationsfaktoren in einer Firma sind. An fünfter Stelle stand das Gehalt, an erster Stelle stand — “Lob und Anerkennung”.

Die meisten Menschen haben Mühe andere zu loben. Wenn ich in meinem Seminar frage, wer von den anwesenden Chefs denkt, dass er seine Mitarbeiter ausreichend lobt, erschrecke ich regelmässig: Nur etwa 2 von 10 heben die Hand. Die anderen wissen um ihre Schwäche, aber sie tun nichts dagegen. Von den 20% dies tun, hat Zwei Drittel niemals die Mitarbeiter selbst gefragt, ob ihr Lob von denen auch als ausreichende empfunden wird. Wenn die Chefs wirklich fragen würden, wären sie erstaunt, wie oft da Eigensicht und Fremdsicht auseinander klaffen. Für alle Chefs mit untergebenen Mitarbeitern gebe ich den Tipp: Wagen Sie einmal den mutigen Schritt und fragen Ihre Mitarbeiter: “Ist das Lob, was Sie von mir bekommen ihrer Ansicht nach ausreichend?” Andere Menschen loben zu können ist eine Kunst, die Mut erfordert. Wenn Sie zögern, ob Sie jetzt jemand loben sollen oder nicht, gilt folgende Regel: Tun Sie es trotzdem! Auch entgegen ihrer Unsicherheit. Auch wenn Sie denken, “ich habs ihm doch schon mal gesagt” oder “ja, aber er macht ja auch Dinge falsch” oder “da komm ich mir jetzt blöd vor”. Wenn der Mitarbeiter erst am Ende des Jahres beim Mitarbeitergespräch erstaunt erfährt, dass Sie zufrieden mit ihm waren, dann haben Sie als Chef versagt. Die grösste Wirkung haben Sie, wenn Sie folgendes beachten: Das Lob muss in dem Moment ausgesprochen werden, wo Ihnen das Positive auffällt. Wenn Sie beispielsweise registrieren, dass Ihre Mitarbeiterin offensichtlich freiwillig Überstunden gemacht hat, um den Bericht fertig zu bekommen, zögern Sie nicht, sondern sprechen Sie genau in dieser Sekunde mit ihr, wo sie das registriert haben. Sprechen Sie konkret an, was Ihnen positiv aufgefallen ist: “Ich sehe, Sie haben extra Überstunden gemacht, um den Bericht fertig zu bekommen. Das gefällt mir. Ich find Ihr Engagement toll”.

2) Umgang mit Komplimenten

Was ich im Zusammenhang mit Loben noch festgestellt habe ist, dass die selben Leute, die Mühe haben andere zu loben, oft die selben sind, die Mühe haben Lob und Komplimente anzunehmen. Viele Menschen sind nicht nur bei einem Angriff um eine passende Antwort verlegen, sondern auch bei einem Kompliment. Hier ein Tipp, wie sie ein Lob ganz einfach sprachlich quittieren können. Neben dem universellen “Danke”. Können Sie dem anderen einfach sagen: “Gefällt´s Ihnen!?” Dies ist zwar eine Frage, die aber von der Betonung her wie eine Aussage ausgesprochen wird und damit keine Antwort erwartet.

“Herr Huber Sie können verdammt gut Englisch”

  • “Danke, gefällt´s Ihnen!”

Wer gerne humorvoller reagieren will, der kann eine der folgenden zwei Antworten nehmen, hier gleich eingebaut in einen Dialog.

“Ihre Tochter ist das hübschste Kind in der ganzen Umgebung”

  • “Was möchten Sie trinken?”

“Wenn Sie reden, könnte ich Ihnen stundelang zuhören.”

  • “Sie haben einen guten Geschmack.”

3) Das Göttliche in Ihnen

In Ihnen wohnt ein “heiliges Ich”, das alles weiss, alles kann, unendlich gütig ist, unendlich weise und für jedes Problem die ideale Lösung besitzt. Leider haben wir nie gelernt dieses Heilige in uns zu hören und ihm die Regentschaft über uns zu überlassen. Vor jedem Seminar mache ich eine kurze Meditation und sage meinem heiligen Ich, dass es heute das Seminar führen soll, und zwar so, dass jeder Teilnehmer das Maximale für sich mitnimmt. Ich bin nur ausführendes Organ einer höheren Macht. Seit dem ich das tue, halte ich bessere Seminare.

Das Spannende ist: Das “heilige Ich” kann jede Person verkörpern, die Sie wünschen: Der beste Kämpfer aller Zeiten, der weiseste Mann, der hilfsbereiteste aller Helfer, der grösste Eroberer, der beste Tänzer, der charismatischste Redner, der trickreichste Dieb, der wundersamste Heiler…. Es ist ein immer ergebener Diener, der keine moralische Fragen stellt. Egal, welche Aufgabe Sie ihm stellen, es wird diese Aufgabe für Sie erfüllen. Sie müssen nur vertrauensvoll all Ihre ganze Macht an “es” abgeben. Sie sind nur die Figur in einem Videospiel, und das “heilige Ich” sitzt am Joystick. Lassen Sie komplett los und Sie werden ihr blaues Wunder erleben.

Wer lernen will sich in Meditation zu versetzen und seine unterbewussten Hilfsprogramme anzuzapfen, der kann das im Mentaltrainingbei Andreas Ackermann lernen. Ich habe dieses Seminar selbst besucht und noch heute wirkt es Wunder. Infos zum Seminar finden Sie hier.

4) Der regelmässige Angriff

Im letzten Powerletter haben wir, wie immer, einen Angriff veröffentlicht, auf den Sie liebe Leser, eine schlagfertige Erwiderung finden konnten. Hier noch einmal die Situation:

Ein betagter Herr aus dem Seniorenheim geht mit einer Betreuerin spazieren. Plötzlich sagt die Betreuerin mit verzogenem Mundwinkel: “Halten Sie´s für angemessen ständig den jungen Frauen nachzuschauen!?”

Wir haben fast 100 Antworten zugeschickt bekommen. Vielen Dank. Die Auslese ist sehr schwierig gewesen.

Ausgewählt haben wir folgende Antwort:

Elke Vogler

“Meinen Sie, dass die Trefferquote höher ist, wenn ich pfeife?”

Viele der uns zugeschickten Antworten gleichen sich. Wir publizieren daher immer diejenige, die zuerst bei uns ankam. Hier noch weitere Antworten, die gleich gut waren:

A. Hemmerle-Neber

“Soll ich lieber nach jungen Männern schauen?”

Margit Sorg

“Hm, meinen Sie, ich sollte endlich mal eine ansprechen?“

Manuela Tschudin

“Halten Sie es für angemessen, ständig mit älteren Herren spazieren zu gehen?”

Matthias Mückenhaupt

“Nein, für angemessen würde ich halten die Frauen aufzureißen, aber mit Ihnen im Schlepptau kann ich das getrost vergessen.”

Wir publizieren in jedem Powerletter jeweils einen Angriff, auf den Sie, liebe Leser, uns dann eine mögliche Antwort zuschicken können. Die originellste Antwort wird prämiert.

Hier ist der neueste Angriff, auf den Sie uns eine Erwiderung schicken sollen:

Ein 13-jähriges Mädchen, das sich vegetarisch ernährt und sehr schlank ist, wird von ihren Schulkameraden immer gehänselt: “Du Birchermüslifresser!”

Was würden Sie als Betroffene antworten?

Schicken Sie uns eine mögliche Antwort.

5) Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

Wir prämieren hier an dieser Stelle immer eine uns geschilderte schlagfertige Situation. Vielen Dank für die vielen, uns zugeschickten, schlagfertigen Begebenheiten. Leider müssen wir auch sehr, sehr gute Geschichten aussortieren.

Wir haben wieder zwei Sieger auserkoren.

1. Sieger: Matthias Dürk

Bei einem Arbeitsmeeting. Ein Kollege hatte sich offenbar am Wochenende eine Kopfverletzung zugezogen und eine mehrere Zentimeter lange genähte Wunde klaffte an seinem Haupt. Die Kollegin süffisant: “Oh, haben Sie Dir das Gehirn rausoperiert?”

Er: “Ja, ich wollte endlich mal auf Deinem Niveau diskutieren!”

2. Siegerin: Thekla Hansel

Ich zu meiner 5-jährigen Enkelin: “Du machst das falsch! Ich kann dir nicht mehr zusehen!”

Darauf sie: “Dann schau doch weg!”

Die beiden Gewinner erhalten als Preis das Buch “Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit” im Wert von SFr. 36.00

Wir drucken hier aber noch weitere gelungene Antworten ab:

Dora Augsburger

“Ich bin öfters mal mit meinem Violakoffer unterwegs. Da werde ich immer wieder so banal gefragt, ob ich Geige spiele. Früher nahm ich mir die Mühe und erklärte den Leuten, dass es sich hierbei nicht um eine Violine sondern um eine Viola handelt und welches der Unterschied ist. Irgendwann wurde mir das einfach zu blöd. Heute, wenn jemand fragt “Ach- Sie spielen Geige?” antworte ich: “Warum, hören Sie was?”

Andrea Stoller

Eine Frau ist unterwegs mit ihrem Vorzeige-Freund und trifft ihre Konkurrentin:

Frau (hochnäsig): “So…das ist also jetzt mein Freund!”

Konkurentin:”oh…der ist ja gar nicht so hässlich, wie du immer erzählst!”

Die Auswahl ist uns schwer gefallen. Vielen Dank für alle weiteren zugesandten, sehr originellen schlagfertigen Antworten.

Für diejenigen, die sich am nächsten Wettbewerb mit einem tollen Spruch beteiligen wollen, mögen das bitte über unsere Homepagetun.

Auch diesmal veranstalten wir für den nächsten Powerletter wieder einen Gewinnspiel für die schlagfertigste uns zugesandte Antwort.

Zu gewinnen gibt´s das Buch “Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit”, im Wert von SFr. 36.00

Die Neuen Termine für Herbst 2003 sind nun festgesetzt.

Wer bisher noch keinen für ihn günstigen Seminartermin gefunden hat, für den stehen jetzt die neuen Termine von September bis Dezember 2003 zur Auswahl -sowohl für “Schlagfertigkeit” als auch für “Präsentieren als Infotainment”. Wir sind auch diesmal wieder in Wien. In meiner Homepage können Sie die neuen Termine ersehen.

Nie wieder sprachlos. Lernen Sie, direkt eine Antwort zu finden und nicht erst eine Stunde danach. Anmeldung zum Seminar unter:“Schlagfertig & erfolgreicher”

Reden Sie vor Publikum so, dass Ihnen die Leute fasziniert an den Lippen kleben.

Hier ist die Anmeldemöglichkeit zum Seminar: “Präsentieren als Infotainment“

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und tun Sie auch, was Sie für richtig halten!

Matthias Pöhm

Filed under: Power-Letter

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