Liebe Leser

Hier ist er nun, der Powerletter April 2004. Wenn Sie ihn interessant finden, schicken Sie ihn bitte per E-mail an Freunde weiter. Unterwww.poehm.com kann sich jeder Interessierte eintragen.

1) “Sie scheinen….” Bringen Sie den Angreifer in Rechtfertigungsdruck

Wenn Sie jemand angreift, so gibt er damit immer auch ein Stückchen über sich selbst preis. Diese Selbstoffenbarung können wir ihm als Rückmeldung geben. Dadurch kommt er fast immer in die Situation sich selbst rechtfertigen zu müssen. Sie haben den Spiess von Angreifer und Verteidiger einfach umgedreht. Das gelingt uns, indem wir ihm ein Feedback über seine möglichen Beweggründe für den Angriff geben. Jemand attackiert Sie beispielsweise: „Können Sie sich nicht um Ihre eigenen Angelegenheiten kümmern?“ Jetzt stellen Sie sich die Frage, was geht im Angreifer vor, warum sagt er das und was sagt er damit über sich selbst aus. Und das geben Sie ihm als Rückmeldung. Um dies zu formulieren, stellen Sie einfach immer die zwei Worte „Sie scheinen …“ an den Satzanfang. Sie könnten beispielsweise erwidern: „Sie scheinen gerne alleine zu arbeiten“ Diese Antwort klingt noch recht versöhnlich. Diese Methode erlaubt jedoch nicht nur eine versöhnlich klingende Antwort, sondern auch eine Antwort die eine gewisse Schärfe gegenüber dem Angreifer beinhaltet. Sie könnten auch etwas schärfer sagen: „Sie scheinen keine Hilfe annehmen zu wollen“. Oder noch schärfer: „Sie scheinen mit anderen Menschen nicht auszukommen“.
Anderes Beispiel. Sie fahren mit ihrem Kind in der Strassenbahn und plötzlich beginnt es unmotiviert zu weinen. Da bemerkt eine Mitreisende genervt: „Schauen Sie mal, dass ihr Kind ruhig wird.“ Eine versöhnliche Antwort könnte sein: „Sie scheinen auf Ruhe grossen Wert zu legen“ Oder in einer schärferen Version: „Sie scheinen Kinder nicht zu mögen“ oder noch schärfer: „Sie scheinen sich gerne einzumischen“.
Liebe Leser, versuchen Sie´s doch gleich selbst einmal mit dieser Technik. Was könnten Sie ihrem Partner erwidern, wenn er Sie anschreit: „Hör doch endlich auf mit deinen ständigen Vorwürfen“. Was sagt er gerade über sich selbst aus? ->”Du scheinst….”

2) Wer will zum VIP als bezahlter Zuschauer?

Die Planung des VIP-Seminars geht in die heisse Phase. Für die Teilnehmer an diesem Mega-Event wird etwas geboten, was es so noch nirgends in der deutschen Seminarlandschaft gab. Wir haben fünf Säle und vier Co-Trainer – Reden vor über 100 Zuschauern – mehr als 17 Reden in zwei Tagen – das alles ist neu. Viele Powerletterabonnenten haben angefragt, ob sie nicht als Publikum teilnehmen könnten. Ja, diese Möglichkeit besteht! Sie können beim VIP-Seminar als Statist mit dabei sein. Dabei bekommen Sie die Inhalte des Seminars auch mit, können aber selbstverständlich nicht üben. Wir zahlen sogar etwas dafür und übernehmen zusätzlich die Pausenverpflegung plus Mittagessen. Das Entgeld wird bewusst gering gehalten, denn wir suchen Menschen, die Interesse am Thema haben und niemand, der nur Geld verdienen will. Wenn auch Sie am Freitag/Samstag 21./22. Mai mit bei jenem Seminar dabei sein wollen, von dem überall in der Seminarbranche und in den Medien erzählt werden wird, dann schicken Sie uns bitte ein E-mail mit dem Text “Statist für´s VIP-Seminar” in der Betreffzeile.

3) Magische Schwelle von Powerletter-Abonnenten überschritten

Mein erster Powerletter vor 3 Jahren hatte 180 Abonnenten. Tausend Abonnenten kamen mir damals astronomisch hoch und fast unerreichbar vor.
Auf meinem Regal im Büro stehen 12 Sektflaschen aneinander gereiht. Auf jeder dieser Sektflaschen steht ein Ziel, das ich mir vorgenommen habe. Wird das Ziel erreicht, wird die Sektflasche geköpft und zusammen mit meinen Mitarbeitern geleert. Auf eine dieser Sektflaschen klebte ich damals den Zettel: “Zehn-Tausend Powerletterabonnenten”…. Ich kann´s nicht fassen liebe Leser… wir werden hier im Büro nun auf ihr Wohl anstossen müssen!

4) Rhetorische Wirkfrage: Horror ist besser als Paradies

Der Redner fragt mit bohrendem Blick auf die 300 im Saal sitzenden Menschen: “Können Sie etwas dafür, dass Sie in Deutschland geboren wurden?” Endlose Sekunden vergehen, in denen er die betroffen drein blickende Menge schweigend anschaut. Dann endlich spricht er weiter…
Diese in dieser Rede gestellte Frage nennt man “rhetorische Wirkfrage”. Damit die rhetorische Wirk-Frage auch Ihre Wirkung entfaltet, ist es wichtig, dass Sie danach unbedingt eine Pause machen. Nur dann bohrt sich der Pfeil in die Herzen der Zuhörer und macht sie wirklich betroffen. Bei dieser Frage erwarten Sie keine Antwort vom Publikum, sondern das Publikum stimmt Ihnen in Gedanken zu. Wenn Sie das innerhalb einer Rede mehrmals machen, werden Sie dadurch auf der unterbewussten Ebene als Meinungsführer akzeptiert.
Hier eine von mir entwickelte Methode, wie Sie einfach eine Rhetorische Wirkfrage finden können.
Bilden Sie einen Aussagesatz, der mit “alle/jeder” oder “niemand/keiner” beginnt. Und diesen Satz stellen Sie einfach in Frage.
Hier zwei Beispiele:
Der Aussagesatz lautet: “Alle Iraker lieben ihre Kinder!” Daraus machen Sie die Frage: “Meinen Sie die Iraker lieben ihre Kinder nicht….?” (Schweigend ins Publikum schauen)
Ein anderer Aussagesatz lautet: “Niemand wünscht Sie sich den III Weltkrieg” Daraus machen Sie die Frage: “Wünschen Sie sich den III Weltkrieg?” (Schweigend ins Publikum schauen)
Jetzt habe ich folgendes festgestellt. Bei der Findung von Wirkfragen ist es immer besser das Horrorszenario nachzufragen, als das Paradiesszenario. Wenn Sie die Aussage haben: “Alle Menschen wünschen sich Gesundheit” und formulieren die Frage daraus: “Wünschen Sie nicht auch Gesundheit?” so haben Sie keine grosse Wirkung. Wenn Sie hingegen das Horrorszanrio nehmen, erreichen Sie´s. “Wollen Sie ab morgen im Rollstuhl sitzen?”
Bitte finden Sie doch jetzt gleich einmal selbst eine Rhetorische Wirkfrage, die Sie in Ihre nächste Rede einbauen könnten.

5) Suche Berater für Hauskauf

Hier ein Hilferuf in eigener Sache: Ich habe mir dummerweise eine Immobilie in München aufschwätzen lassen. Damit habe ich derart in die Sch…ande gelangt, dass jedes Mal, wenn ich daran denke, ein Zustand, ähnlich dem von Anthony Hoppkins im “Schweigen der Lämmer” von mir Besitz nimmt. Wer von Ihnen, liebe Leser, kennt jemanden, der sich mit Immobilien, Finanzierungen, Maklerhaftung und Rückabwicklungen auskennt? Bitte melden! Was ich suche, ist ein erfahrener alter Immobilien-Hase, dem ich den Sachverhalt einmal schildern kann und der mir eine Einschätzung meiner jetzigen Möglichkeiten gibt.

6) Der regelmässige Angriff – und Ihre schlagfertige Abwehr

Im letzten Powerletter habe ich, wie immer einen Angriff publiziert, auf den Sie, liebe Leser, eine Antwort finden sollten. Wir haben über 200 Antworten bekommen. Sie waren wieder sehr kreativ.
Hier noch einmal der Angriff:

Ein Serviceangestellter trägt ein Toupet. Ein angetrunkener Gast erkennt es, will einen Scherz machen und sagt: “Herr Kellner Ihr Toupet sitzt schief”!

Der hier hat mir am Besten gefallen:

Klaus Rentel
-> “Ich sag’s dem Koch.”

Die weiteren von mir ausgewählten Antworten finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Der neueste Angriff, auf den Sie uns eine Erwiderung schicken sollen, lautet:

Über die junge Arbeitskollegin wird am Abend nach dem Meeting in einem fremden Hotel von den angetrunkenen männlichen Kollegen in ihrer Anwesenheit geflaxt: “Andrea kommt noch zu mir ins Zimmer. Wenn ich dann mit ihr fertig bin, kannst Du ja zu ihr. Du hörst schon, wenn ich fertig bin.”

Was würden Sie als Betroffener antworten?

Wer uns eine mögliche Antwort zu diesem Angriff schicken möchte, der möge das bitte nur noch direkt über unsere Homepage tun. Bitte hier klicken.

7) Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

Wir prämieren hier an dieser Stelle immer die besten uns geschilderten schlagfertigen Situationen.

Der Hauptpreis hat sich dramatisch im Wert gesteigert. Der Sieger nimmt am Seminar “Schlagfertig & erfolgreicher” im Wert von 430.- Euro teil. Der Gewinn kann sogar auf eine andere Person übertragen werden. Also es lohnt sich wirklich mitzumachen! Des weiteren prämieren wir vier weitere Gewinner, die jeweils das Buch “Nicht auf den Mund gefallen” im Wert von 36.- Fr als Preis erhalten.

Der Hauptpreis geht an: Claus Merle

Seine Geschichte:

Bei einem Meeting fragte mich ein Gesprächspartner: nach einem harten, spitzem Wortwechsel “Was denken Sie jetzt??” Ich antwortete: “Wenn ich wollte, dass Sie das erfahren, würde ich sprechen, nicht denken.”

Die weiteren von mir ausgewählten Gewinnergeschichten finden Sie auf meiner Homepage. Ist Ihre Einsendung auch darunter, vielleicht sogar auf dem 2.ten Platz? Sehen Sie nach – klicken Sie hier.

Auch diesmal veranstalten wir für den nächsten Powerletter wieder ein Gewinnspiel für die schlagfertigste uns zugesandte Antwort. Diejenigen, die sich am nächsten Wettbewerb mit einem tollen Spruch beteiligen wollen, mögen das bitte über unsere Homepage tun.

Zu gewinnen gibt´s das Buch “Nicht auf den Mund gefallen” im Wert von SFr. 36.00

8) Die nächsten Seminare

Das Rhetorik-Event der Superlative
Fr. – Sa. 21./22. Mai München Holiday Inn

Reden vor über 100 Leuten. Reden auf einer Grossbühne. 17 Reden in zwei Tagen. Anmeldung hier: Das Rhetorik-Event der Superlative

Hier die nächsten Termine “Präsentieren als Infotainment”:
Fr. – Sa. 14. – 15. Mai 2004 Nürnberg, Schindlerhof
Fr. – Sa. 24. – 25. Sept. 2004 Zürich

Wer zu mir ins Rhetorikseminar kommt, dem garantiere ich, dass er wesentlich besser raus kommt, als er rein gekommen ist. Wenn Sie schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, Ihr öffentliches Auftreten mit mehr Entertainment anzureichern, wenn Sie Faszination statt Langeweile beim Reden auslösen wollen, dann melden Sie sich gleich hier zum Seminar: “Präsentieren als Infotainment” an.

Nie wieder sprachlos. Lernen Sie, direkt eine Antwort zu finden und nicht erst eine Stunde danach.

Hier die nächsten Termine “Schlagfertig & erfolgreicher”:
Sa. 17. April 2004 Wien
Sa. 01. Mai 2004 Berlin
Fr. 07. Mai 2004 Hamburg
Do. 27. Mai 2004 Bern
Sa. 12. Juni 2004 München
Sa. 03. Juli 2004 Zürich

Anmeldung zum Seminar: “Schlagfertig & erfolgreicher”

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und tun Sie auch, was Sie für richtig halten!

Matthias Pöhm

Filed under: Power-Letter

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