Liebe Leser

Hier ist er nun, der Powerletter Oktober 2004. Wenn Sie ihn interessant finden, schicken Sie ihn bitte per E-mail an Freunde weiter. Unter www.poehm.com kann sich jeder Interessierte eintragen.

1) Was tun bei Blattschuss-Einwänden während Präsentationen
2) Wie Sie jegliche Killerphrasen abschmettern
3) Neu-Ausgabe “Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit” auf dem Markt
4) Gedanken eines Zuhörers während eines Vortrages
5) Rhetorik-Seminar auch in Wien
6) Der regelmässige Angriff – und Ihre schlagfertige Abwehr
7) Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel 8) Pöhm Seminare

1) Was tun bei Blattschuss-Einwänden während Präsentationen

Sie stellen während einer Präsentation das von einem Team erarbeitete neue Firmenlogo vor und erklären, was es symbolisiert. Da kommt ein unerwarteter Zwischenruf: „Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Baff! Ihnen bleibt der Mund offen – das Hirn scheint ruckartig ausgetrocknet. Hier drei Tipps, was Sie im Fall von solchen Blattschuss-Einwänden tun können. Zunächst aber, was sollten Sie auf jeden Fall NICHT tun. Auf keinen Fall sollten Sie jetzt versuchen die Originalität ihres Logos durch Argumente zu beweisen. Das geht mit Volldampf in die Hose. Den Zwischenrufer können Sie niemals mit Argumenten überzeugen. Damit sind Sie auf der Rechtfertigungsschiene und in der Wahrnehmung der anderen Zuschauer auf der Verliererstrasse. Es gibt mehrere elegante Ansätze, wie sie für die Umgebung als Sieger aus diesem Zwischenfall heraus kommen. Allen gemeinsam ist, dass sie dem anderen seine Meinung lassen, aber ihre eigene Meinung für alle sichtbar untermauern.

Die Möglichkeiten sind in der Reihenfolge der Schärfegrade aufgelistet.

1. Möglichkeit: (Schärfegrad 1)
“Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
-> „Wir bleiben Freunde, auch wenn ich da anderer Ansicht bin.“
Danach entziehen Sie ihm den Blick und reden ohne Pause lückenlos in ihrem Text weiter.

2. Möglichkeit: (Schärfegrad 2)
“Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
-> „Damit kann ich leben“
Danach entziehen Sie ihm wieder den Blick und reden ohne Pause weiter in ihrem Text.

3. Möglichkeit: (Schärfegrad 3)
“Also dieses Logo find ich überhaupt nicht originell“. Sie antworten:
-> „Wer von ihnen im Saal ist auch der Meinung, das dieses Logo nicht originell ist. Hand hoch?“
Sie zählen kurz die Hände und kommentieren:
-> „4 von 30!“
Danach entziehen Sie ihm wieder den Blick und reden ohne Pause weiter in ihrem Text.

Wenn Sie jetzt befürchten mit der letzten Methode zu riskieren, dass plötzlich eine Mehrheit gegen Sie stimmt, so ist das fast immer grundlos. Aus zwei Gründen: Erstens haben Sie prinzipiell einen starken Solidarisierungseffekt des Publikums mit dem Redner. Von dem können Sie sicher ausgehen. Zweitens kostet es für den Einzelnen Mut, sich gegen eine offensichtliche Mehrheitsmeinung zu exponieren und unentschiedene Teilnehmer werden durch Nicht-Reagieren immer automatisch zu ihren Befürwortern. Ich wende diese Methode immer wieder an und habe noch niemals eine auch nur annähernd nennenswerte Opposition erlebt.

2) Wie Sie jegliche Killerphrasen abschmettern

Die drei oben beschriebenen Methoden eignen sich besonders, wenn einer einen Zwischenruf einleitet mit: “Ich finde…“; “ich denke…”, “ich glaube…” oder „Mir gefällt nicht…“. Aber auch anders formulierte Killerphrasen lassen sich durch einem kleinen Zusatz-Trick genauso universell aushebeln. Wenn jemand beispielsweise sagt:
“Das stimmt nicht”, “Der Vorschlag ist nicht praxisgerecht”, “Das wird niemals klappen”, “Wenn´s so einfach wäre, hätten das schon andere längst gemacht”; “Damit fallen wir auf den Bauch”…u.s.w. dann haben wir es mit Vorwürfen zu tun, die ohne die vorangestellten persönlichen Einschätzungen „ich finde…“ oder „Ich denke..“ platziert wurden.
Jetzt der Trick: Sie wiederholen einfach genüsslich seinen Vorwurf, indem Sie zunächst vorneweg die Worte „Sie finden…“ stellen und anschliessend wenden Sie wieder Eins zu Eins eine der vorhergehenden drei Strategien an. Hier ein Beispiel:

“Das wird niemals klappen“. Sie antworten:
-> “Sie finden, das wird niemals klappen? (Blickentzug) Damit kann ich leben“
Danach reden Sie wieder ohne Pause weiter in ihrem Text.

Testen Sie doch jetzt gleich mal diese Strategie mit einem Menschen ihres Vertrauens. Sie stellen sich hin und referieren etwas, er kommt mit einer Torpedo- Killerphrase und Sie schleudern ihm eine der Antworten mit anschliessendem Blickentzug entgegen. Das wirkt!

3) Neu-Ausgabe “Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit” auf dem Markt

Gerade gestern war wieder ein Coaching-Kunde bei mir, um seine Verkaufspräsentation zu mehr Umsatz zu verhelfen. Ich habe einen unerbittlichen Ansatz für Reden: Alles was NICHT spannend oder NICHT interessant wirkt, fliegt ersatzlos raus aus der Rede. So blieb von ursprünglich einer Stunde Präsentation am Schluss nur ca eine halbe Stunde knackiger Rede übrig.
Sie erinnern sich? Im Powerletter 14 habe ich Testleser für mein Buch “Das NonPlusUltra der Schlagfertigkeit” gesucht. Ich bat 17 ausgewählte Powerletter-Leser mein Buch Korrektur zu lesen. Die Leser sollten die Stellen anstreichen, wo das Buch spannend zu lesen ist und die Stellen, wo es mühsamer zu lesen ist. Auf diese Weise habe ich das Buch um ca 60 Seiten straffen können. Wie die Präsentation meines Kunden, so wurde auch mein Buch kürzer, prägnanter, knackiger. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Wer das Resultat geniessen will, der kann das Buch hier bestellen.

4) Gedanken eines Zuhörers während eines Vortrages.

“Oh, Gott, jetzt legt er noch ne Folie auf.” Am Beamer spricht der Chef: “…Die Umsatzverteilung des CST 5 auf die einzelnen Gebietsregionen aufgeschlüsselt. In Baden Württemberg Ost haben wir 13% des Umsatzes gemacht, Das bedeutet ein Plus von 1,3% In der Gebietsregion Bayern erzielten wir 17,5 %, Das ist eine Abnahme um 0,5%. In Schleswig Holstein waren es 6,5%. Das bedeutet ein plus von 1,5% …” Am Wochenende bin ich auf die Party bei Thomas eingeladen. Das wird der Hammer. Da kommen immer ganz coole Leute. Ich werd ihm ‘ne Flasche Sekt mitbringen. Am Besten nicht mit dem Auto fahren, das könnte riskant werden. Oh, da schau her, da ist ja schon der nächste Redner dran.
“Die Kommunikative Kompetenz bei den Teams werden wir professionalisieren. Wir müssen bei der Zielfindung abteilungsübergreifend der Prozessorientierung mehr Gewicht geben…”
Der Huber da drüben hat glaub ich schon wieder ne neue Freundin. Sie soll sehr hübsch sein. Die anderen erzählen, die alte hat ihn verlassen”… mit innovativer Produktepalette. Hinter dieser Widersprüchlichkeit stehen insgesamt rational, kognitiv erfassbare Prämissen”. Waaas labert der da eigentlich? Das interessiert doch kein Schwein. Verdammt! Wie könnte ich jetzt hier am besten unter einem Vorwand rauskommen…?

Ist es Ihnen bei einer Präsentation schon einmal ähnlich ergangen? Ihre Gedanken schweifen ab, wie von einem Magnet weggezogen. Folien ohne Ende. Ödes langweiliges, akademisches dahergerede. Worthülsen und Nebelaussagen, ohne dass etwas konkretes gesagt worden ist. Kurzum, Sie wären lieber zu Hause geblieben, als sinnlos Ihre Zeit abzusitzen.
Sorgen Sie dafür, dass SIE nicht derjenige sind, bei denen die ANDEREN solche Gedanken haben. Anmeldung zum Seminar Rhetorik

5) Rhetorik-Seminar auch in Wien

Viele meiner österreichischen Powerletter-Abonnenten haben mir immer wieder die Frage gestellt, wann ich denn endlich ein Rhetorik-Seminar auch in Österreich veranstalte. Nun, jetzt ist es soweit. Am Mittwoch/Donnerstag. 17./18. November 2004 findet in Wien das Seminar “Präsentieren als Infotainment” statt. Anmeldung hier.

6) Der regelmässige Angriff – und Ihre schlagfertige Abwehr

Im letzten Powerletter habe ich, wie immer, einen Angriff publiziert, auf den Sie, liebe Leser, eine Antwort finden sollten.
Hier noch einmal der Angriff:

Bei einem Meeting, bei dem Herr Schneider anreisen musste, giftet der Chef: “Herr Schneider, ihre Anwesenheit sind die Reisekosten nicht wert. Im Übrigen möchte ich die Frage stellen, wie im Geschäftsfeld 40’000.- Reisekosten anfallen konnten?”

Der hier hat mir am Besten gefallen:

Bernadette Löschenberger
Herr Schneider sollte antworten:
-> Na klasse, dann beenden wir das Meeting und verschwenden nicht auch noch teure Arbeitszeit. Einen schönen Tag noch!

Bernadette Löschenberger gewinnt die CD “Schlagfertigkeit mit Spass”im Wert von 48.- SFr

Die weiteren von mir ausgewählten Antworten finden Sie in meiner Homepage. Ist Ihre Einsendung auch darunter? Klicken Sie hier
Der neueste Angriff, auf den Sie uns eine Erwiderung schicken sollen, lautet:

Eine Frau macht während eines Meetings eine Bemerkung zum Thema. Darauf ein Kollege:”Was ist dir denn über die Leber gelaufen, dass du hier so rumzickst?”

Was würden Sie als Betroffener antworten?

Wer uns eine mögliche Antwort zu diesem Angriff schicken möchte, der möge das bitte nur noch direkt über unsere Homepage tun. Bitte klicken meine Antwort zum Angriff
Der Gewinner erhält eine CD ” Schlagfertigkeit mit Spass” im Wert von 48.- Fr

7) Sieger im Schlagfertigkeits-Gewinnspiel

Wir prämieren hier an dieser Stelle immer die besten uns geschilderten schlagfertigen Situationen. Diesmal sind es drei Geschichten die mir sehr gut gefallen haben.

Die drei Sieger gewinnen eine Teilnahme beim Seminar “Schlagfertig & erfolgreicher” im Wert von 490.- Euro. Der Gewinn kann sogar auf eine andere Person übertragen werden.

Also es lohnt sich wirklich mitzumachen! Des weiteren prämieren wir vier weitere Gewinner, die jeweils die CD “Schlagfertigkeit mit Spass” im Wert von 48.- Fr als Preis erhalten.

Die Hauptpreise gehen diesmal an: Silvia Luginbühl, Timo Löpp und Annette Koyro

Silvia Luginbühl

Ihre Geschichte:

Wir hatten unsere Nachbarn – ein junges Paar – zum Abendessen eingeladen. Herr Nachbar hatte die Angewohnheit, immer an irgendetwas herumzumäkeln. Und siehe da, kaum hatten wir uns zum Essen hingesetzt, fing es auch schon wieder an: “Das Tischtuch hat einen Fleck”. Ich erwiderte darauf: “Ja stimmt, mir sind fünf Sachen aufgefallen, die du beim heutigen Essen möglicherweise bemängeln könntest. Eine davon hast du ja schon gefunden”. Von da an schwieg er.

Timo Löpp

Seine Geschichte:

Während meiner Zivildienstzeit im Krankenhaus: Ein Autofahrer hindert einen Krankenwagen an der Weiterfahrt. Der Autofahrer kurbelt die Scheibe runter und fragt den Fahrer des Krankenwagen: “Haben Sie es eilig?” Er meint:” Nein, das Martinshorn ist an, damit man das Gebrüll des Kranken nicht hört!”

Annette Koyro

Ihre Geschichte:

In der Lieblingsbar meines Mannes (Engländer) in Frankfurt. Bei der Bestellung eines Drinks hielt er die Lehne des Barhockers des vor ihm sitzenden Mannes fest. Nach einer Zeit meinte der Herr unwirsch: „Könnten Sie bitte meinen Stuhl loslassen? Das wackelt!“ Mein Göttergatte ließ wie von der Tarantel gestochen den Stuhl los und meinte mit erhobenen Händen: “Oh, bitte entschuldigen Sie, ich dachte, Sie tanzen!“

Die weiteren von mir ausgewählten Gewinnergeschichten finden Sie auf meiner Homepage. Diesmal waren wirklich herrliche Geschichten dabei. Ist Ihre Einsendung auch darunter, vielleicht sogar auf dem 2.ten Platz? Sehen Sie nach – klicken Sie hier.

Auch diesmal veranstalten wir für den nächsten Powerletter wieder ein Gewinnspiel für die schlagfertigste, uns zugesandte Antwort. Diejenigen, die sich am nächsten Wettbewerb mit einer tollen Geschichte beteiligen wollen, mögen das bitte über unsere Homepagetun.

Zu gewinnen gibt´s DREI Seminarteilnahmen am Seminar „Schlagfertig und erfolgreicher“ und 5 CD´s “Schlagfertigkeit mit Spass” im Wert von jeweils 48.- SFr.

8) Pöhm Seminare

Hier die nächsten Termine zum 2-Tages-Seminar “Präsentieren als Infotainment”:

Sa. – So. 06. – 07. November 2004 Nürnberg
Fr. – Sa. 19. – 20. November 2004 Zürich
Do. – Fr. 03. – 04. März 2005 Zürich

Wer zu mir ins normale zweitägige Rhetorikseminar kommt, dem garantiere ich, dass er wesentlich besser präsentiert wie vorher. Wenn Sie schon länger mit dem Gedanken gespielt haben, Ihr öffentliches Auftreten mit mehr Entertainment anzureichern, wenn Sie Faszination statt Langeweile beim Reden auslösen wollen, dann melden Sie sich gleich hier zum Seminar: “Präsentieren als Infotainment“ an.

Hier der nächste Termine ” Rhetorik Premium”:

Mo. – Fr. 09. – 11. Februar 2005 in Berlin

Statt nur zwei Tage, Zwei-einhalb-Tage Intensivtraining: Anmeldung “Rhetorik Premium”

Hier der nächste Termine “Das Rhetorik-Event der Superlative”:

http://www.poehm.com/termine/n Holiday Inn

Reden vor &uuhttp://www.poehm.com/termine/uml;hne. 18 Reden in zwei Tagen. Anmeldung Das Rhetorik-Event der Superlative

Hier die nächsten Termine zum Eintages-Seminar “Schlagfertig & erfolgreicher”:

Fr. 12. November 2004 Basel
Sa. 27. November 2004 München
Sa. 04. Dezember 2004 Zürich
Sa. 29. Januar 2005 Zürich

Nie wieder sprachlos. Lernen Sie, direkt eine Antwort zu finden und nicht erst eine Stunde danach. Anmeldung zum Seminar:“Schlagfertig & erfolgreicher“

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und tun Sie auch, was Sie für richtig halten!

Matthias Pöhm

Filed under: Power-Letter

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